Tanzpädagogikausbildung

Tanzpädagogikausbildung

 17.09.2025 -  Sebastian -  ~2 Minuten

“Deine Balletttechnik wird derzeit nicht ausreichen um die Prüfung zu schaffen”. Das war ungefähr das sehr ehrliche Feedback, das ich vor etwas mehr als zwei Jahren bei meiner ersten Audition bekommen hatte.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich überlegt wie ich mich tänzerisch noch intensiver weiterbilden konnte. Leider gibt es sehr wenig Möglichkeiten für Erwachsene irgendwie in den (Semi-)Professionellen Bereich und Trainings zu kommen. Etwas später wurde ich auf dem Tanzfestival angesprochen und gefragt, ob ich nicht Interesse an einer intensiven Ausbildung hätte. Für mich aber mit Vollzeitjob zu der Zeit leider undenkbar (war es nicht aber das wird Teil 2 dieser Geschichte).

Die Tanzpädagogik Ausbildung klang für mich nebenberuflich aber noch am machbarsten. Ich habe mir also zu meinen regulären Kursen noch Privatstunden gegönnt und weitere Ballettstunden genommen. Ein Jahr später stand ich dann wieder in der Audition. Das Fazit war ehrlich, dass ein Fortschritt erkennbar ist aber die Prüfung vermutlich noch nicht schaffbar ist wenn ich nicht noch intensiver trainiere und meine Technik verbessere.

Mit dem Gedanken und der Motivation daraus habe ich mich dann trotzdem angemeldet.

Neben den bisherigen Stunden habe ich versucht mich auf Workshops weiterzubilden. Außerdem habe ich morgens noch Privatstunden genommen und mir zwei Studios gemietet um mich mit den Inhalten der Ausbildung intensiver auseinanderzusetzen. Zwei bis dreimal pro Woche bin ich auf 6:30 in die Studios gefahren um dann 1-2 Stunden zu trainieren vor der Arbeit. Abends habe ich meine normalen Kurse besucht. Nebenbei hospitiert und meine ersten Erfahrungen im unterrichten gesammelt (Hier noch einmal einen ganz lieben Dank an die vielen TeilnehmerInnen von meinen Workshops! 🙏❤).

In der Zeit habe ich so viel über Technik (Ballett, Jazz, Modern, …), didaktische Mittel, Tanzanatomie und viele weitere Themen gelernt. Durch das Wissen warum und wie Bewegungen vermittelt werden habe ich einen ganz anderen Blick auf das Tanzen bekommen. Das hat mich geholfen für mich selber an meiner Technik zu arbeiten und meine Übungsvideos besser zu analysieren. Die Fortschritte sind auch meinen TrainerInnen aufgefallen. Der Weg bleibt natürlich weiterhin sehr weit und gefühlt stehe ich immernoch am Anfang aber mit einigen Schritten weiter als noch vor zwei Jahren.

Fünf Wochen vor der Prüfung habe ich mir dann einen Nerv “eingeklemmt”/entzündet und die Stunden sind seit dem teilweise deutlich schwieriger. Trotzdem bin ich jetzt in der letzten Phase der Prüfungen und kann mit viel Wissen und neuen Erfahrungen mit gutem Gewissen antreten.